Folge #83 - Fliegerstaffel: Was macht man als Pilot im Dienst?
Was passiert im Cockpit, wenn über Hessen ein Polizeihubschrauber kreist? Polizeihauptkommissar Michael nimmt euch mit in den Alltag der Polizei-Fliegerstaffel in Egelsbach. Als Einsatzpilot und Fluglehrer erzählt er, wie sich Fliegen anfühlt, welche Verantwortung die Besatzung trägt und warum Technikverständnis und Fingerspitzengefühl zusammengehören.
Mit Marc und Benjamin spricht Michael über die Vorbereitung am Boden, anspruchsvolle Einsätze und seinen Weg vom Kindheitstraum ins Cockpit. Dabei wird deutlich: Der Hubschrauber ist ein Einsatzmittel, dessen Stärke vor allem im Zusammenspiel mit den Kräften am Boden liegt.
Darum geht es in dieser Folge:
- Vom Dienstbeginn bis zum Abheben: Schichtübergabe, Crew-Briefing und Vorflugkontrolle gehören zur Vorbereitung. Bei zeitkritischen Anforderungen versucht die Besatzung, innerhalb von etwa fünf bis zehn Minuten in die Luft zu kommen. Unverzichtbare Checks bleiben auch unter Zeitdruck Pflicht.
- Suchen, fahnden, unterstützen: Die Staffel hilft unter anderem bei Vermissten- und Personensuchen, der Fahndung nach Straftätern, Luftaufnahmen und Objektschutzmaßnahmen. Auch Windenrettung und Waldbrandbekämpfung mit dem untergehängten Löschwasserbehälter „Bambi Bucket“ gehören zum Aufgabenspektrum.
- Teamarbeit im Hubschrauber: Pilot, Copilot und der Operator an der Kamera arbeiten eng zusammen. Michael schildert eine Fahndung nach einer Geldautomatensprengung im Grenzgebiet zwischen Hessen und Bayern, bei der die Kamera des Hubschraubers zur Festnahme von Tätern beitrug.
- Der Weg zur Pilotenlizenz: Michael erklärt das Auswahlverfahren in Egelsbach und beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Hamburg sowie die Ausbildung an der Luftfahrerschule der Bundespolizei in Sankt Augustin. Von der Bewerbungsentscheidung bis zum vollwertigen Einsatz in Egelsbach können vier bis fünf Jahre vergehen. Die Lizenz ist dabei ein wichtiger Meilenstein, aber noch nicht das Ende der Ausbildung.
- Was Bewerberinnen und Bewerber mitbringen müssen: Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Polizeistudium. Fliegerische Vorerfahrung ist nicht notwendig. Motivation, Ausdauer, technisches Verständnis und die medizinisch festgestellte Fliegertauglichkeit spielen eine wichtige Rolle.
- Lernen unter Belastung: Warum beim ersten Funken plötzlich das Steuern schwerer fällt, was Michael als Fluglehrer weitergibt und wie wiederholtes Training von Notverfahren auf Entscheidungen unter Druck vorbereitet.
- Besondere Einsätze und besondere Eindrücke: Michael berichtet über den Rettungseinsatz der Staffel bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, bei dem er selbst noch nicht eingesetzt war. Außerdem erklärt er den Rufnamen „Ibis“ und warum die Dienststelle Fliegerstaffel heißt: Zu ihrer Flotte gehören neben Hubschraubern auch Flugzeuge.
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